Der Arbeitskreis K.O.-Tropfen informiert und unterstützt durch

 

-Informationsveranstaltungen

-Psychologische Beratung

-Unterstützung in der Strafverfolgung

 

 

 

Was sind K.O.-Tropfen?

K.O.-Tropfen oder Knockout-Tropfen sind Medikamente, die eine narkotisierende Wirkung haben. Therapeutisch werden sie auch als Schlaf- oder Beruhigungsmittel eingesetzt. Häufig kommen Benzodiazepine (Z.B. Flunitazepam), Gamma-Hydroly-Buttersäure (GBH oder Liquid Ecstasy) oder deren intramolekularer Ester, das Gamma-Butyrolacton(GBL) u. a. zum Einsatz. GBL und GHB können bei Überdosierung einen lebensgefährlichen Atemstillstand hervorrufen.

 

Symptome

Ungefähr 10 - 20 Minuten nach Einnahme wird den Betroffenen meist schwindelig und übel. Da K.O.-Tropfen meist in Zusammenhang von Alkohol verabreicht wird, vermuten die Opfer, dass die Wirkung vom Alkohol stammt, auch wenn nicht übermäßig viel getrunken wurde.

Da die anfängliche Wirkung zunächst enthemmend und teilweise euphorisierend ist, ist der Übergang zum k.o. oft schleichend und schwer wahrnehmbar - sowohl für die Betroffenen als auch für Außenstehende.

Die Betroffenen wirken zunächst einfach angetrunken. Allerdings sind die Opfer praktisch willenlos und unter Einwirkung der genannten Substanzen nur allzu leicht manipulierbar. Danach setzt bei entsprechender Dosierung eine plötzliche Müdigkeit ein, die Opfer schlafen ein und sind quasi bewußtlos. Erst nach Stunden kommen sie wieder zu sich und können sich rückwirkend an praktisch nichts erinnern.

 

Nach dem Aufwachen

Nach dem Aufwachen fühlen sich die Opfer meist "verkatert", haben Kopfschmerzen und sind matt. Die eingenommenen Substanzen verhindern, dass die Erinnerungen an die Erlebnisse unter deren Einfluss gelingen. Oft bleibt ein diffuses Gefühl, dass "etwas passiert ist". Oft haben die Opfer Schmerzen oder Verletzungen, die unerklärbar sind. Die Ungewissheit darüber, was geschehen ist, ist oftmals unerträglich.

 

Strafrechtliche Beurteilung

Die Verabreichung von K.-O.-Tropfen ist strafbar und erfüllt den Straftatbestand der gefährlichen Körperverletzung (§§ 223,224 I, ggf. Nr. 3 StGB). Werden die Tropfen gegen den Willen eines Menschen  verabreicht um danach Geschlechtsverkehr mit dem Opfer zu haben, stellt dies eine Gewaltanwendung , eine sexuelle Nötigung, eine Vergewaltigung, dar. (§177 StGB, Abs. 1 Nr. 1, Abs II Nr. 1).

Zeigt sich das Opfer mit der Einnahme von K.O.-Tropfen einverstanden, ahnt aber nichts von den missbräulichen Absichten des Täter, ist dies strafbar im Sinne von Missbrauch widerstandsunfähiger Personen (§179 StGB).

Verabreicht ein Täter K.O.-Tropfen in der Absicht, unbemerkt Wertgegenstände entwenden zu können, handelt es sich nierbei nicht um die Verwendung eines gefährlichen Werkzeugs (§ 250 II Nr. 1 StGB), sondern um das Beisichführen eines Mittels, um Widerstand zu verhindern oder zu überwinden (§ 250 I nr. 1b StGB).

 

Bestimmung

Einige der für K.O.-Tropfen benutzten Substanzen lassen sich nur innerhalb von wenigen Stunden im Körper des Opfers nachweisen. Wichtig ist, bei Verdacht sofort eine Urinprobe (100 ml) zu sammeln und den Arzt für eine Blutprobe (10ml, citratfrei!) aufzusuchen. Einfrieren bei längerer Aufbewahrungszeit!

 

Befragung

- Haben Sie Alkohol, Drogen oder Medikamente eingenommen?

   Wenn ja, - wann

                   - was

                   - wieviel

 

- Hat das Getränk oder das Nahrungsmittel verändert geschmeckt?

 

- Haben Sie das Getränk ohne Aufsicht stehen gelassen - etwa beim Tanzen oder beim

  WC- Besuch?

 

- Haben Sie bemerkt, dass Sie sich plötzlich "anders" gefühlt haben?

 

- Hatten Sie das Gefühl einer Apathie, einer Regungslosigkeit?

 

- Hatten Sie das Gefühl, sich nicht mehr artikulieren zu können, nicht mehr sprechen zu    

  können?

 

- Können Sie sich lückenlos an alles Gewesene erinnern?

 

- War Ihnen später übel, mussten Sie erbrechen, haben Sie ungewöhnliche Schmerzen oder  

  Veränderungen an sich bemerkt?

 

Sie brauchen Hilfe? Rufen Sie uns an, wir kümmern uns darum! 0611-4502312

 

 



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